Besuch beim Standesamt

Gut Ding will Weile haben. So lässt sich unser Vorhaben, die Ehe zu schließen, wohl am besten beschreiben. Nachdem wir im Januar bereits zum ersten Mal im Standesamt waren, um uns über die allgemeine Vorgehensweise zu informieren, erhielten wir einen Monat später ein Schreiben, in welchem mitgeteilt wurde, welche Dokumente einzureichen sind. Sie:

  • Pass
  • Geburtsurkunde ausgestellt durch die zuständige Heimatbehörde (Notariat)
  • Ledigkeits-/Familienstandsbescheinigung, ausgestellt durch die zuständige chinesische Botschaft
  • Aufenthaltsbescheinigung vom Meldeamt
  • Einkommensnachweis

Er:

  • Pass/Personalausweis
  • Abstammungsurkunde vom Standesamt Halle/Saale
  • Aufenthaltsbescheinigung
  • Einkommensnachweis

Bei einer binationalen Eheschließung ist das gar nicht so einfach. Geburtsurkunden, wie wir sie kennen, sind in China nicht üblich und die Behörden wollten so etwas zuerst gar nicht ausstellen, es bedurfte einiger Diskussion. Die Ledigkeitsbescheinigung muss wiederum von der chinesischen Botschaft ausgestellt werden. Dazu mussten wir also extra nach Frankfurt (zum Konsulat) fahren und dort 50 EUR für die Ausstellung der Urkunde berappen. In der Zwischenzeit haben Jingjings Eltern in Beijing die restlichen Dokumente besorgt und per Post hierher geschickt. Nun, Mitte Mai, hatten wir also endlich alle Dokumente zusammen. Damit sind wir gestern erneut zum Standesamt gegangen, in der Hoffnung, dass wir nun auch einen möglichen Termin erfahren können. Aber da waren wir zu optimistisch. Zunächst musste ich erfahren, dass eine Abstammungsurkunde etwas anderes als eine Geburtsurkunde ist. Also muss ich noch diese Abstammungsurkunde beim Standesamt in Halle (Geburtsort) beantragen. Zum Glück geht das aber über das Internet. Dann wurde uns mitgeteilt, dass unsere Unterlagen nun zunächst vom Standesamt gesichtet werden. In frühestens einem Monat müssen wir dann nochmal zum Amt kommen, um den endgültigen Antrag zu stellen. Doch dieser wird dann erst noch vom Oberlandesgericht geprüft, was wiederum mindestens 8 Wochen dauern wird. Damit rückt der Termin für die Eheschließung in weite Ferne und von unserem Wunschtermin im August können wir uns wohl verabschieden. Wollen wir hoffen, dass die Mühlen der Bürokratie nicht ganz so langsam mahlen. Aber auf einen Hochzeitstermin Ende September oder Anfang Oktober sollten wir uns wohl einstellen…

1 Kommentar

  1. Ja ja Hochzeit, auch kann ein Lied davon singen, und ich habe eine deutsche Braut geheiratet. Jedoch begrüÿe ich Eure Absicht gegen diesen nationalen Klischee, heiraten ist uncool. Liebe Grüÿe von der Dreierbande aus dem Dorf

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