Teil 4: Brüssel

Bevor es bald wieder auf die nächste Reise geht, will ich schnell noch vom vieten Teil der August-Reise berichten: Vom 17. bis 19. August besuchten wir noch die Belgische Hauptstadt und Europa-Stadt Brüssel. Die Fahrt von Paris nach Brüssel mit Bummelzügen war abenteuerlich (kaum Fahrgäste, Ansagen im Zug verstanden wir nicht (sofern überhaupt welche kamen), verlassene Bahnhöfe und ein uralter Zug wie in besten Reichsbahnzeiten), verlief aber problemlos. In Brüssel-Midi angekommen, machten wir uns gleich auf zu unserem Hotel „Van Belle“, welches nicht gerade in der besten Ecke von Brüssel liegt. Das Hotel selbst ist in akzeptablem Zustand, etwas heruntergekommen, besonders überrascht hat uns der Preis, denn durch die Buchung über hrs.de war die Übernachtung ca. 75% günstiger als die an der Rezeption angezeigten Preise.

Nach kurzer Verschnaufpause machten wir uns dann auch gleich auf den Weg zur ersten Touri-Runde durch die Stadt. Highlight ist natürlich der Grand Place/Grote Markt, von wo aus wir unsere Tour auch begannen. An der Touristinfo holten wir uns noch eine Karte und dann konnte es losgehen. Die Route führte über den unterirdischen Hauptbahnhof, die Kathedrale zum Parlament, durch den Warande-Park zum königlichen Palais, vorbei am Place Royal hinüber zum Porte de Namur, den Boulevard de Waterloo herunter hin zum Palais de Justice, von dort mit einem Lift runter in die Altstadt, über den Place du Jeu de Baile die Rue Blaes entlang zum Kapellenmarkt und von dort zum Petit Sablon, dann noch einmal über die Regentschapstraat zum Place Royal und letztlich über den Mont des Arts hinab zum Ausgangspunkt. Rund um den Grasmarkt und den Grande Place gibt es jede Menge Restaurants und wir ließen uns zu einem typisch belgischen Gericht aus Fritten und Frikandeln nieder. Dann machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel, wobei wir noch das berühmte „Manneken Pis“ besichtigten.

Am nächsten Tag kauften wir uns ein Tagesticket und fuhren erstmal zum Atomium. Das wurde vor ein paar Jahren komplett renoviert und strahlt wie neu. Innen gibt es eine Ausstellung über die Weltausstellung und die Entstehung des Atomiums und man kann mit einem Lift zur Aussichtsplattform ganz oben fahren, wobei sich hier eine lange Warteschlange gebildet hatte. Nach diesem Programmpunkt liefen wir durch den Park „Domain Royale“ zum königlichen Schloss, von der Familie konnten wir aber nichts sehen ;) Die Straßenbahn brachte uns zurück ins Zentrum und wir machten uns auf in das Europa-Viertel, das Quartier Leopold. Der Weg führte uns vorbei an den wichtigsten Gebäuden der EU wie Europaparlament, Europäische Kommission und Europarat und endete schließlich am Triumpfbogen. Wir fuhren mit der Metro zurück und drehten noch eine Runde durch die Innenstadt, durch die Hubertus-Galerien, die „Fressgassen“ zur Oper, den Place de Brouckere, am Begijnhof vorbei hin zum alten Hafen (heute ein befestigter Platz ohne Wasser) und schließlich zur Börse. Nach so viel Fußmarsch hatten wir uns ein Abendessen redlich verdient und kehrten in einem der vielen Restaurants in den „Fressgassen“ ein, wo wir uns Menüs natürlich nicht ohne Muscheln schmecken ließen. Auf dem Rückweg zum Hotel erlebten wir dann noch eine kleine Lichtshow auf dem großen Markt. Ein schöner Abschluss für unsere Tour.

Fazit: Brüssel hat viele schöne Ecken, an anderen ist es aber auch abstoßend und ziemlich verdreckt. Dennoch lohnt sich eine Reise, die Stadt ist vielseitig, hat Flair und ich persönlich fühlte mich aufgrund meiner Niederländisch-Kenntnisse nicht mehr so „lost in translation“ wie in Paris :)

Alle Bilder von unserer Brüssel-Tour gibt es im Flickr-Album.

1 Kommentar

  1. Coole lightshow – coole Musik!!!
    An diesen lichtschaltern möchte ich auch gern mal dran rumknipsen :-)

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