Andreasviertel Erfurt – gerettet in letzter Minute

Ich kenne die Straßen, war während meiner Studienzeit oft dort unterwegs und genoss die besondere Atmosphäre im Andreasviertel von Erfurt. Doch beinahe wäre von diesem Quartier nicht viel übrig geblieben, denn die DDR-Obrigkeit wollte es flächendeckend abreißen. Mutige Menschen und die Wende im Herbst 1989 verhinderten das. Heute, 20 Jahre später, ist das Gebiet beliebt wie nie zuvor. Eine Reportage des MDR dokumentiert die Geschichte: http://www.mdr.de/thueringen/89/aktuell/6377468.html (Wahrscheinlich ist dieser Film nur eine Woche lang online, dem Rundfunkgebührenstaatsvertrag (oder wie das heisst) sei Dank…)

pl0gbar Erfurt #2

Nächste Woche bin ich wieder einmal in Erfurt, um an der FH das Blockseminar “Dynamische Webprogrammierung (TYPO3)” durchzuführen. Ich freue mich schon auf die Woche in der Domstadt. Vor lauter Vorfreude habe ich mich über Twitter mit ein paar weiteren Leuten abgestimmt und wir haben ein neues Datum für die zweite pl0gbar in Erfurt angesetzt.

Am 10.03.09 treffen wir uns um 19 Uhr unter dem Motto “Brat’ mir einer ‘ne Wurst”.

Das kam durch eine Diskussion über die neue Bratwurstkette “Rostels” zustande. Standesgemäß wollen wir deshalb eine Bratwurst vom Holzkohlegrill zu uns nehmen und treffen uns daher bereits um 18.30 Uhr am Bratwurststand an der Schlösserbrücke. Der “offizielle” Teil des Abends ist dann um 19 Uhr im Übersee. Event-Einladung und Anmeldung auf mixxt.

Wo ist Bernd?

Erfurt ist im Aufruhr, weil Bernd das Brot enführt wurde. Es geht um einen Streit um das besetzte Haus auf dem “Topf und Söhne” Gelände. Diese Firma baute im Dritten Reich Krematorien u.a. für Auschwitz. Seit 2001 wird das Gelände von einigen Linken besetzt und bisher wurde dies geduldet, so dass sich dort einige Strukturen bildeten, u.a. Bandproberäume, Lesecafe und Umsonstladen. Auch diverse Konzerte fanden dort statt, ich war selbst hin und wieder zu Drum’n'Bass Parties. Nun soll das Gelände aber geräumt werden, wogegen die Besetzer sich natürlich wehren. Auf Youtube gibt es ein Video (inzwischen aufgrund von Urheberrechtsansprüchen des mdr von youtube wieder gelöscht), in dem sich Bernd mit den Besetzern solidarisiert…

Die Aktion hat für einiges Aufsehen gesorgt. Die Erfurter Zeitungen berichten breit und ausführlich darüber (und nicht nur die), sonst passiert ja auch kaum etwas in der kleinen Puffbohnenmetropole… Einhellig sind sie sich jedoch in ihrer Meinung, die Tat zu verurteilen und die “bösen” Entführer zu tadeln. Konkrete Vorschläge zur Lösung der Situation oder zumindest Vermittlungsversuche bleiben aber aus.

Ich kann zwar auch nichts beitragen, denke aber, dass sich alle Beteiligten nochmal zusammensetzen sollten und verhandeln. Eine Hausbesetzung ist eine Hausbesetzung und insofern unrecht, auch wenn sie lange Zeit geduldet wurde. Aber es gibt sicher Lösungen mit Ausweichobjekten oder vielleicht gar eine gütliche Einigung mit dem Eigentümer des Geländes, die eine Nutzung im guten Neben- und Miteinader ermöglicht, die dem geschichtsträchtigen Ort gerecht wird.

pl0gbar Treffen in Stuttgart und Erfurt

Bereits zum neunten Mal ist wieder Web2.0er-Kuscheln in Stuttgart angesagt, dieses Mal geht es zum Glühwein (oder andere Heissgetränke) trinken auf den Stuttgarter Weihnachtsmarkt. Treffen ist am 10.12.08 um 19 Uhr auf dem Schillerplatz, Stand S6, alle weiteren Infos hier: http://pl0gbar.mixxt.de/networks/events/show_event.2155

Und zum ersten Mal soll es auch eine pl0gbar in Erfurt geben. Geplant ist der 17.12.08 um 19 Uhr in der Silberschale: http://pl0gbar.mixxt.de/networks/events/show_event.3145 Leider bin ich dann aber nicht in Erfurt.

Wochenrückblick

Neben der Web2.0-Diskussions-Runde an der Uni Hohenheim gab es für mich diese Woche auch noch zweites reales Web2.0-Treffen. Zum ersten Mal nahm ich an einer Qype-City-Night teil. Das Bewertungs-Portal Qype lädt zu solchen Events ein und in Stuttgart hat zuckerbaeckerin das Zepter in die Hand genommen, ein Treffen zu organisieren. Nachdem ihr letztendlich noch eine private Angelegenheit dazwischen kam, übernahm ich die Regie und organisierte das Treffen im Restaurant Al Corso in der Calwer Straße in Stuttgart. Letztendlich waren wir aber leider nur zu dritt. Nett war es trotzdem. Meine Bewertung zu dem Lokal gibt es hier.

Weiterhin war ich unterwegs, wieder einmal in Chemnitz und Erfurt. Beim Seminar Digitale Medien I stand diesmal Javascript auf dem Plan, alles lief wie immer nach Plan. Da am Freitag ja auch die Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis90/Die Grünen in Erfurt begann, bin ich spontan noch zu einem kleinen Abstecher in die Messehalle gegangen und habe ein wenig die Athmosphäre des Parteitages auf mich wirken lassen. Ich habe mich ein wenig umgeschaut, konnte aber keine persönlich bekannten Leute finden. Trotzdem auch mal spannend, die Leute, die ich nur aus dem TV kannte, auch mal live zu sehen.

Politik 2.0

Am Donnerstag bin ich in Erfurt zu einem Workshop eingeladen. Das Thema wird sein:

“Das Internet (und das Handy) in den Thüringer Wahlkämpfen des Jahres 2009″

Ich bin mal gespannt, ob es schon konkrete Pläne der Partei gibt, das Internet aktiv(er) zu nutzen und wie sie zu den Möglichkeiten des Web2.0 und der direkten Kommunikation auf Blogs oder Social Networks stehen. Wer noch konkrete Ideen oder Anregungen hat, wie das Internet im Wahlkampf genutzt werden könnte, immer her damit ;-)

Eine Woche in Erfurt

Letzte Woche verbrachte ich an alter Wirkungsstätte in Erfurt, es stand wieder ein Blockseminar in TYPO3 an der Fachhochschule auf dem Programm.

Sonntag nachmittag bin ich in Erfurt schon angekommen und habe am Abend gemeinsam mit Freunden das EM-Finale im Waldkasino gesehen. Der Biergarten war bis auf den letzten Platz besetzt und die Stimmung trotz der der deutschen Niederlage gut und entspannt.

Auch die restliche Woche stand, neben dem Abhalten der Seminare, unter vollem Programm. So wurde z.B. am Dienstag der Förderverein der Angewandten Informatik an der FH Erfurt gegründet und anschließend das Sommerfest der Mitarbeiter, Professoren und Dozenten gefeiert.

Gewohnt habe ich im Hotel IBB in der Gotthardtstraße hinter der Krämerbrücke, ein modernes und sehr gut ausgestattetes Haus, in dem ich mich recht wohl gefühlt habe. Lediglich den etwas muffigen Geruch im Zimmer, der anscheinend aus der Abluftanlage der Küche kam, musste ich jeden Tag durch weites Öffnen der Fenster vertreiben.

Alles in Allem habe ich mich letzte Woche sehr wohl gefühlt, die Stadt ist mir so vertraut, dass ich mich gleich wieder wie zu Hause gefühlt habe. Schade, dass die Woche schon wieder um ist. Aber im nächsten Semester werde ich wieder als Dozent an der FH arbeiten und dann regelmäßig nach Erfurt fahren dürfen.