Die letzten 10 Tage in Beijing waren einfach nur toll: sehr erlebnisreich, aufregend und spannend. Die Stadt ist einfach unbeschreiblich, unvorstellbar groß, gegensätzlich modern und altertümlich, laut und leise, hektisch und ruhig, weltoffen und verschlossen. Ich wurde überall freundlich empfangen, die Schwiegerfamilie hat mir einen angenehmen Aufenthalt bereitet und so verging die Zeit wie im Flug. Nun muss ich die Eindrücke erstmal noch verarbeiten, die vielen Fotos sichten und die besten davon auswählen und dann kann ich noch etwas ausführlicher berichten. Aber eins steht jetzt schon fest: ich komme wieder und den Rest des Landes will ich auch noch kennenlernen.
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Auf dem Weg nach Beijing
Die erste Etappe liegt bereits hinter mir, nun sitze ich noch drei Stunden in Berlin-Tegel rum bevor das Boarding für den Flug HU 490 beginnt und damit die große Reise ins Reich der Mitte. Endlich, muss man ja sagen. Denn mir ist es schon irgendwie peinlich, dass ich bisher noch nie in Jingjings Heimat war. Bis zum 4. Oktober wird das nun nachgeholt und ich bin sehr gespannt. Die Schwiegerfamilie hat wohl schon ein volles Programm geplant und es wird für mich sicher viel zu entdecken und zu erleben geben. Besonders gespannt bin ich auch, weil nächste Woche großer Nationalfeiertag gefeiert wird. Dann feiert die Volksrepublick China den 60. Jahrestag ihrer Gründung. Nach Möglichkeit werde ich zwischendurch berichten und Bilder hochladen. Zai jien.
Teil 4: Brüssel
Bevor es bald wieder auf die nächste Reise geht, will ich schnell noch vom vieten Teil der August-Reise berichten: Vom 17. bis 19. August besuchten wir noch die Belgische Hauptstadt und Europa-Stadt Brüssel. Die Fahrt von Paris nach Brüssel mit Bummelzügen war abenteuerlich (kaum Fahrgäste, Ansagen im Zug verstanden wir nicht (sofern überhaupt welche kamen), verlassene Bahnhöfe und ein uralter Zug wie in besten Reichsbahnzeiten), verlief aber problemlos. In Brüssel-Midi angekommen, machten wir uns gleich auf zu unserem Hotel “Van Belle”, welches nicht gerade in der besten Ecke von Brüssel liegt. Das Hotel selbst ist in akzeptablem Zustand, etwas heruntergekommen, besonders überrascht hat uns der Preis, denn durch die Buchung über hrs.de war die Übernachtung ca. 75% günstiger als die an der Rezeption angezeigten Preise.
Nach kurzer Verschnaufpause machten wir uns dann auch gleich auf den Weg zur ersten Touri-Runde durch die Stadt. Highlight ist natürlich der Grand Place/Grote Markt, von wo aus wir unsere Tour auch begannen. An der Touristinfo holten wir uns noch eine Karte und dann konnte es losgehen. Die Route führte über den unterirdischen Hauptbahnhof, die Kathedrale zum Parlament, durch den Warande-Park zum königlichen Palais, vorbei am Place Royal hinüber zum Porte de Namur, den Boulevard de Waterloo herunter hin zum Palais de Justice, von dort mit einem Lift runter in die Altstadt, über den Place du Jeu de Baile die Rue Blaes entlang zum Kapellenmarkt und von dort zum Petit Sablon, dann noch einmal über die Regentschapstraat zum Place Royal und letztlich über den Mont des Arts hinab zum Ausgangspunkt. Rund um den Grasmarkt und den Grande Place gibt es jede Menge Restaurants und wir ließen uns zu einem typisch belgischen Gericht aus Fritten und Frikandeln nieder. Dann machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel, wobei wir noch das berühmte “Manneken Pis” besichtigten.
Am nächsten Tag kauften wir uns ein Tagesticket und fuhren erstmal zum Atomium. Das wurde vor ein paar Jahren komplett renoviert und strahlt wie neu. Innen gibt es eine Ausstellung über die Weltausstellung und die Entstehung des Atomiums und man kann mit einem Lift zur Aussichtsplattform ganz oben fahren, wobei sich hier eine lange Warteschlange gebildet hatte. Nach diesem Programmpunkt liefen wir durch den Park “Domain Royale” zum königlichen Schloss, von der Familie konnten wir aber nichts sehen ;) Die Straßenbahn brachte uns zurück ins Zentrum und wir machten uns auf in das Europa-Viertel, das Quartier Leopold. Der Weg führte uns vorbei an den wichtigsten Gebäuden der EU wie Europaparlament, Europäische Kommission und Europarat und endete schließlich am Triumpfbogen. Wir fuhren mit der Metro zurück und drehten noch eine Runde durch die Innenstadt, durch die Hubertus-Galerien, die “Fressgassen” zur Oper, den Place de Brouckere, am Begijnhof vorbei hin zum alten Hafen (heute ein befestigter Platz ohne Wasser) und schließlich zur Börse. Nach so viel Fußmarsch hatten wir uns ein Abendessen redlich verdient und kehrten in einem der vielen Restaurants in den “Fressgassen” ein, wo wir uns Menüs natürlich nicht ohne Muscheln schmecken ließen. Auf dem Rückweg zum Hotel erlebten wir dann noch eine kleine Lichtshow auf dem großen Markt. Ein schöner Abschluss für unsere Tour.
Fazit: Brüssel hat viele schöne Ecken, an anderen ist es aber auch abstoßend und ziemlich verdreckt. Dennoch lohnt sich eine Reise, die Stadt ist vielseitig, hat Flair und ich persönlich fühlte mich aufgrund meiner Niederländisch-Kenntnisse nicht mehr so “lost in translation” wie in Paris :)
Alle Bilder von unserer Brüssel-Tour gibt es im Flickr-Album.
Teil 3: Paris
Vom 14. bis zum 17. August führte unsere Reise uns in die französische Hauptstadt Paris und ich muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen.
Direkt nach der Ankunft am Bahnhof Gare de Lyon kauften wir uns ein 3.Tages-Touristenticket “Paris Visite, das neben der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel auch Vergünstigungen bei Eintritt in Museen oder ähnliches bietet. Mit dem Ticket begaben wir uns dann direkt in das anfangs verwirrende Metro-System und fuhren zum Gare du Nord, in dessen Nähe unser Hotel lag. Schnell einchecken, kurz ausruhen und dann ging es direkt auf die erste Entdeckungstour zur Kathedrale Notre Dame. Geduldig stellten wir uns in die Schlange am Eingang und brüteten in der Sonne und geduldig ließen wir uns mit den Menschenmassen durch die Kirche treiben, ähnliches habe ich bisher nur im Kölner Dom erlebt. Weiter ging unser Rundgang nach einem Kaffee und Eis am Seine-Ufer zur Bastille-Oper, zum Pantheon, dem Luxemburg-Garten und dem Montparnasse-Turm, wo wir zum Sonnenuntergang den Rundblick auf Paris genießen konnten. Später fuhren wir noch zum Eiffelturm, besichtigten ihn aber nur von unten.
Tag 2 begann nach kleinem Frühstück im Hotel mit einem mehrstündigen Rundgang im Louvre, danach über den Place de la Concorde und dem Champs Élysées zum Triumpfbogen. Schließlich genehmigten wir uns auch ein Abendessen am Champs Élysées.
Am dritten Tag machten wir uns auf zur Basilika Sacre Coeur und den umgebenden historischen Gassen, besichtigten die Kirche Madeleine, nochmal den Place de la Concorde, das Hotel des Invalides – den Invaliden-Dom ließen wir allerdings aus – sowie noch einmal den Eiffelturm. Dieses mal entschieden wir uns auch zu einem Aufstieg, und zwar per Treppe, weil die Fahrt mit dem Aufzug ungleich teurer wäre und die Schlange wesentlich länger. Bin zwar gut ins Schwitzen gekommen, dafür gab es auf der ersten und zweiten Ebene wiederum schöne Aussicht und Abkühlung durch den Wind. Der Turm ist schon ein beeindruckendes Bauwerk. In der Nähe des Eiffelturms gibt es übrigens eine Replik der Freiheitsstatue, der wir auch einen Besuch abstatteten. Zuletzt suchten wir noch das Rathaus auf, da war aber ein Rockkonzert, so dass wir nicht so viel sehen konnten.
Unser Hotel “Williams Opera” war zum Zweck des Übernachtens und Ausruhens vollkommen ausreichend, das Frühstück hat den Namen “petit” allerdings tatsächlich verdient.
Die Tage waren sehr eindrucksvoll und erlebnisreich, wir haben lange nicht alles gesehen, was Paris zu bieten hätte, so dass wir auf jeden Fall nochmal hinfahren müssen. Von Stuttgart aus ist das mit der Bahn ja eigentlich auch gar kein Problem.
Einige Bilder der Tage gibt es im Fotoalbum auf Flickr.
Teil 2: Lyon
Der zweite Teil unserer Urlaubstour führte uns vom 12. bis 14. August nach Lyon, der drittgrößten Stadt Frankreichs. Ich hatte überhaupt keine Ahnung was mich dort erwarten wird und war angenehm überrascht. Die Stadt hat eine Menge Sehenswürdigkeiten und gehört mit ihrer Altstadt sogar zum UNESCO Weltkulturerbe.
Unser Hotel im 2ème Arr. auf der Halbinsel zwischen den Flüssen Rhône und Saône hatten wir recht schnell gefunden und können wir mit seiner Lage und dem Preis-/Leistungs-Verhältnis durchaus weiterempfehlen.
Nach einer Erfrischung im Hotel machten wir uns gleich auf Sightseeing-Tour und machten uns gleich auf den Aufstieg zur Basilika La Fourvière, eine schweißtreibende Angelegenheit. Aber die Aussicht oben und die sehenswerte Kirche entschädigen für die Strapazen. Auf der Höhe gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten, z.B. die Überreste zweier römischer Theater, die wir auch besichtigten. Wieder unten in der Altstadt statteten wir der Kathedrale St. Jean noch einen Besuch ab und schlenderten dann durch die Altstadtgassen.
Lyon gilt als kulinarische Hauptstadt Frankreichs, in den Altstadtgassen reiht sich ein Restaurant ans andere und überall werden Mehr-Gänge-Menüs angeboten. Nachdem wir uns ausführlich über die verschiedenen Angebote informiert hatten, kehrten wir in einem Lokal ein und ließen uns ein Drei-Gänge-Menu schmecken. Wir wussten zwar nicht genau, was die Namen der Gerichte bedeuten, aber geschmeckt hat es sehr gut. Interessant ist auch, dass man fast vorwurfsvoll gefragt wird, ob man denn etwa keinen Wein trinken wolle. Die Einwohner Lyons sprechen auch davon, dass drei Flüsse durch ihre Stadt fließen: die Rhône, die Saône und der Wein :)
Am nächsten Tag ging es weiter mit Sightseeing: Rathaus, Oper, der zweite Berg der Stadt La Croix-Rousse – der Berg der Arbeiter, Parc de la tête d’or, Universität und das Institut Lumière – der Ort, an dem die ersten Bewegtbildfilme gedreht wurden. Wir waren den ganzen Tag auf den Beinen und dementsprechend fertig am Abend.
Interessant fand ich die Traboules, in den Altstädten sind die Häuser und Hinterhöfe mit verwinkelten und geheimnisvollen Gängen miteinander verbunden, nur sehr eingeweihte Personen kennen diese Gänge, jeder Andere würde sich schnell verlaufen.
Weitere Bilder von Lyon im Flickr-Album.
Teil 1: Genf
Der erste Teil unserer Reise führte uns vom 10. bis 12. August in die Westschweiz nach Genf. Die Stadt, die sich selbst gern als kleinste Metropole der Welt bezeichnet, zeigt sich auch dementsprechend weltoffen und vielseitig.
Leider jedoch wurde mir auf der Zugfahrt dorthin die Kameratasche mitsamt Kamera geklaut, so dass ich während der gesamten Reise nur noch mit dem iPhone fotografieren konnte. Die Polizei auf dem Genfer Bahnhof spricht (offenbar) nur französisch, jedenfalls konnten wir uns bei der Aufnahme der Diebstahlsanzeige nur schwer auf Englisch verständigen. Deutsch ging auch nicht, obwohl ich immer dachte, die Schweiz sei dreisprachig.
Generell fiel mir auf, dass überall französisch gesprochen (und geschrieben) wird, obwohl die Stadt von ca. 45% Ausländern bewohnt wird.
Genf ist eine sehr sehenswerte Stadt, allen voran natürlich der See und die große Wasserfontäne, umgeben von tollen Bergen. Aber auch die Altstadt, die Kathedrale, die vielen Parks und die internationalen Organisationen sind mehr als einen Besuch wert. Besonders beeindruckend empfand ich den Besuch im Palais der Nationen, dem Sitz der UNO in Genf. Bereits seit 1919 war Genf der Sitz des Völkerbundes, 1936 wurde das Palais der Nationen eingeweiht und wird seit 1945 von der Nachfolgeorganisation UNO genutzt.
Gewohnt haben wir im Hotel Central, einer einfachen aber günstigen Unterkunft direkt in der Innenstadt gelegen. Bei der Vielzahl an internationalen Gästen und Veranstaltungen/Konferenzen sind Hotels in Genf wohl allgemein recht teuer.
Ein wichtiger Tipp: Im Hotel nach dem Touristenticket für den ÖPNV fragen, dieses gibt es kostenlos und es berechtigt zur Benutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Stadtgebiet, inklusive der gelben Wassertaxis auf dem See.
Bilder von Genf im Fotoalbum auf Flickr.
Weg
Morgen geht es für ein paar Tage außer Landes. Wir reisen per Interrail durch die Schweiz, Frankreich und Belgien: 10./11.08. Genf, 12./13.08. Lyon, 14.-16.08. Paris, 17./18.08. Brüssel. Auf dem Rückweg am 19.08. machen wir noch einen Stopp in Aachen.
Ursprünglich wollten wir ja eher in Richtung Spanien fahren, aber nachdem die Nachrichten immer etwas von “Schweinegrippe” erzählen und die ETA wieder Bomben zündet, haben wir uns das anders überlegt. Außerdem wäre es mir viel zu warm ;)
Daher freue ich mich nun über die Routenänderung und bin gespannt auf viele schöne Eindrücke in den nächsten Tagen.
Bis bald!
Überraschungs-Niete mit Germanwings
Wir sind ja manchmal so unentschlossen und schaffen es z.B. nicht, uns auf ein Reiseziel zu einigen. Da kam uns doch für einen Kurztrip über Pfingsten das Angebot des “Blind Booking” von Germanwings ganz recht. Nur leider funktioniert auch das nicht wie erhofft.
“Wir garantieren Ihnen auch kurzfristig unsere Günstigpreise und schicken Sie an die schönsten Destinationen Europas!
Wo genau Sie landen werden, bleibt bis zum Ende Ihrer Buchung eine Überraschung. Natürlich legen Sie fest, wann und wo Sie abfliegen wollen und nach was Ihnen der Sinn steht.”
So heisst es auf der Website der Fluggesellschaft. Unter “Blind Booking ab Stuttgart” gibt es dann als Ziele der Kategorie “Kultur” Flüge nach Athen, Barcelona, Budapest, Dresden, Leipzig, Lissabon, Madrid, Rom, Wien. Also auf an die Buchung:
Abflug- und Rückflugdatum ausgewählt und als “verfügbar” angezeigt, Anzahl der Passagiere und des Gepäcks eingegeben und noch (gg. Aufpreis) die möglichen Ziele Dresden, Leipzig und Wien von der Buchung ausgeschlossen. Doch nach dem Absenden des Formulars passiert dann das:
Obwohl also die erste Maske den Anschein machte, als seien Flüge buchbar und auch der Website-Text entsprechendes verspricht, wird man als möglicher Kunde doch nur verarscht.
Dann bleiben wir eben zu Hause oder fahren Bahn oder machen was ganz anderes!

















